Kritische Infrastruktur, Militäreinrichtungen und Rüstungsunternehmen in Rheinland-Pfalz werden zunehmend Ziel politisch motivierter Anschläge und staatlich gelenkter Bedrohungen. Innenminister Achim Schwickert berichtete von 13 erfassten Straftaten seit 2024, überwiegend gegen Militäreinrichtungen. Die registrierten Vorfälle umfassen sowohl physische Angriffe wie Sachbeschädigungen, Brände und Blockadeaktionen als auch digitale Bedrohungen wie Cyberattacken und Drohnenflüge über Objekte.

Hintergrund der Meldung sind unter anderem Anschläge auf den Koblenz-Standort des französischen Rüstungskonzerns Thales. Im September wurden die Außenwände der Unternehmenszentrale großflächig mit roter Farbe beschmiert, im Januar hatten Unbekannte den Zaun überwunden und drei Fahrzeuge angezündet, ein Akt, den die Polizei dem linksextremistischen Spektrum zuordnete.

Die Behörden in Rheinland-Pfalz informieren und beraten betroffene Unternehmen der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie über Gefahren politisch motivierter Straftaten und hybride Bedrohungen. Dabei empfehlen sie organisatorische, personelle und technische Schutzmaßnahmen gegen sowohl physische als auch digitale Angriffe.

Kernpunkte:

  • Die kritische Infrastruktur ist gefährdet und muss daher geschützt werden.
  • Sicherheitsbehörden stehen betroffenen Unternehmen und Institutionen zur Seite.
  • Energieversorgung, Militäreinrichtungen und Rüstungsunternehmen und deren Dienstleister sind zunehmend Ziel von politisch motivierten Aktivisten und staatlich gelenkten Bedrohungen in Rheinland-Pfalz.

Quelle: heise Security (Deutsch)