Videoüberwachung durchlebt eine grundlegende technologische Transformation. Moderne Systeme erkennen relevante Situationen eigenständig, werten Bildinformationen bereits in der Kamera aus und verknüpfen verschiedene Sensoren miteinander. Dabei spielen höhere Lichtempfindlichkeit, Wärmebildtechnik und mehrfache Sensorintegration eine zentrale Rolle.

Künstliche Intelligenz ist für die Datenbewertung inzwischen unverzichtbar geworden. Dr.-Ing. Markus Müller rechnet mit weiteren Fortschritten bei geometrischer und radiometrischer Auflösung. Wärmebildsensoren werden leistungsfähiger und kostengünstiger, was effektivere Gesamtsysteme ermöglicht.

Edge Computing gilt als einer der wichtigsten Branchentrends. Das Fraunhofer IOSB arbeitet mit Methoden, die digitale Skelettmodelle oder Körperkeypoints von erkannten Personen generieren. Range-Gated Imaging unterdrückt störende Reflexionen und liefert gleichzeitig Distanzinformationen. Millimeter-Wellen-Radar erfasst Objekte und bestimmt deren Entfernung und Geschwindigkeit auch bei Dunkelheit, Rauch oder Nebel.

Kernpunkte:

  • Videoüberwachung unterliegt einem grundlegenden technologischen Wandel.
  • Moderne Systeme sollen relevante Situationen selbst erkennen, Bildinformationen bereits in der Kamera bewerten und verschiedene Sensoren verknüpfen.
  • Künstliche Intelligenz ist für die Datenbewertung inzwischen unverzichtbar.

Quelle: PROTECTOR (Portal für Sicherheit) (Deutsch)