Die EU-Kommission hat ein „EU Critical Communication System" (EUCCS) vorgeschlagen, um eine nahtlose, sichere Echtzeit-Kommunikation für Rettungskräfte über Grenzen hinweg zu ermöglichen. Das System soll nationale Notfunknetze modernisieren, indem alle EU-Länder schrittweise von veralteten Schmalband-Standards auf moderne Breitbandtechnologien wie 5G umstellen – das Ziel ist 2036. Die Mitgliedstaaten behalten die volle Kontrolle über ihre nationalen Infrastrukturen, verpflichten sich aber zur gegenseitigen Interoperabilität. Europäische Unternehmen sollen alle kritischen Kernkomponenten entwickeln, um Abhängigkeiten von Drittstaaten zu reduzieren. Die Gesamtkosten werden auf 3,57 Milliarden Euro geschätzt, wovon die EU etwa 1,16 Milliarden Euro beiträgt.
Kernpunkte:
- Die EU-Kommission schlägt ein Notfall-Kommunikationssystem vor.
- Sie will Einsatzkräften das grenzüberschreitende Koordinieren erleichtern und mehr Souveränität.
- Das Vorhaben setzt laut Kommission eine Schlüsselmaßnahme der Strategie ProtectEU für die innere Sicherheit und des Resilienzprogramms (Preparedness Union Strategy) um.
Quelle: ix (Deutsch)