Angriffe auf Stromnetze in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen haben die Debatte über den Schutz kritischer Infrastrukturen verschärft. Hans-Walter Borries, Vizevorsitzender des Bundesverbands zum Schutz Kritischer Infrastrukturen, warnt vor einer hybriden und "vorkriegsartigen" Bedrohungslage und rechnet mit einer vier- bis sechsfachen Kostensteigerung für Sicherheitsmaßnahmen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul stellt in Frage, ob Betreiber kritischer Infrastrukturen Videoüberwachung und Drohnenabwehr einsetzen dürfen. Brandenburgs SPD-Innenpolitiker Erik Stohn betont, dass Drohnenabwehr derzeit eine "absolut hoheitliche Aufgabe" von Bundespolizei, Landespolizei oder Bundeswehr ist. Politiker und Verbände fordern klarere Regeln, um Zuständigkeiten, erforderliche Qualifikationen und Haftungsfragen zu klären.
Kernpunkte:
- Hans-Walter Borries warnt vor einer hybriden und "vorkriegsartigen" Bedrohungslage für das Stromnetz.
- Borries erwartet eine "vier- bis sechsfache Steigerung der Kosten" für den Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen.
- Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul stellt in Frage, ob Betreiber kritischer Infrastruktur Videoüberwachung und Drohnenabwehr nutzen dürfen.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)