Nach zwei linksextremistischen Angriffen auf Berlins Stromnetz, die zu großflächigen Stromausfällen führten, präsentierten Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Erik Landeck, Vorstandsvorsitzender der Stromnetz Berlin GmbH, neue Sicherheitsmaßnahmen. Diese umfassen verstärkte Zäune, Kameras und zusätzliches Personal. Bis 2030 sollen 3,7 Milliarden Euro in die Härtung kritischer Punkte investiert werden, und bereits 20 Kilometer Zaun wurden erneuert oder verstärkt.
Eine journalistische Überprüfung zeigte jedoch, dass die Sicherheitsaufrüstungen im riesigen Netz der Stadt uneinheitlich verteilt sind und einige anfällige Stellen weiterhin bestehen. Giffey und Landeck räumten ein, dass 100-prozentige Sicherheit nicht garantiert werden kann.
Kernpunkte:
- Unbekannte verübten am 3. Januar einen Anschlag auf das Berliner Stromnetz, der zu einem Kurzschluss führte und über hunderttausend Haushalte bis zu fünf Tage lang ohne Strom ließ.
- Linksextremisten bekannten sich zu dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz am 3. Januar.
- Bereits im September hatte es einen Brandanschlag auf Hochspannungsmasten in Johannisthal gegeben, zu dem sich Linksextremisten bekannten und der 50.000 Haushalte und Gewerbebetriebe ohne Strom ließ.
Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)