Sachsens Innenminister Armin Schuster hat ein neues „Koordinierungsgremium Sicherheit und KRITIS-Schutz" gegründet, um auf eine deutlich verschärfte Sicherheitssituation zu reagieren. Das im Innenministerium angesiedelte Gremium unter Leitung der Staatskanzlei soll regelmäßig tagen und Bedrohungen identifizieren, Informationen bündeln und die Staatsregierung auf Sicherheitsherausforderungen vorbereiten. Fokus liegt auf hybriden Bedrohungen, Cyberangriffen, Desinformation und Sabotage kritischer Infrastrukturen.
Auslöser sind konkrete Vorfälle wie der versuchte Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle, bei dem eine Drohne eine Explosion an einer ukrainischen Frachtmaschine auslösen sollte, sowie eine Serie von Angriffen auf Umspannwerke und Hochspannungsleitungen über mehrere Bundesländer hinweg. Bei den Angriffen auf die Energieinfrastruktur vermuten Ermittler linksextremen Protest gegen Braunkohleabbau und fossile Energieträger als Motiv. Das neue Gremium soll ein dauerhaftes Frühwarn- und Koordinierungssystem etablieren und eine langfristige Sicherheitsstrategie für Sachsen entwickeln.
Kernpunkte:
- Sachsens Innenminister Armin Schuster hat ein neues "Koordinierungsgremium Sicherheit und KRITIS-Schutz" vorgestellt.
- Das neue Gremium soll ab sofort regelmäßig tagen und im Innenministerium angesiedelt werden.
- Den Vorsitz übernimmt die Staatskanzlei.
Quelle: Bild.de (Deutsch)