Ein Anschlag auf eine Berliner Kabelbrücke im Januar unterbrach die Stromversorgung für 45.000 Haushalte und ließ 100.000 Menschen ohne Strom und Wärme zurück. Die Kaskadeneffekte führten zum Ausfall fast aller lokalen kritischen Infrastrukturen in Berlin mit massiven Auswirkungen. Experten vom cyberintelligence.institute zeigen auf, dass kritische Infrastrukturen ein Netz gegenseitiger Abhängigkeiten bilden, in dem der Ausfall eines Elements andere beeinträchtigt.
Deutschland hat seit Kriegsbeginn in der Ukraine mehr physische Sabotageakte gegen kritische Infrastrukturen erlitten als jedes andere europäische Land. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beschrieb die Häufung solcher Vorfälle als Hybridkrieg gegen die EU. Bislang isolierte Schutzkonzepte zeigen ihre Grenzen; Experten fordern einen Paradigmenwechsel zu ganzheitlicher Systemresilienz. Das KRITIS-Dachgesetz, das im März 2026 in Kraft tritt, adressiert den physischen Schutz kritischer Einrichtungen, während die NIS2-Richtlinien für Cybersicherheit seit Dezember 2025 gelten. Deutschlands Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen von 2022 zielt auf ein umfassendes Resilienzkonzept ab.
Kernpunkte:
- Der Anschlag auf eine Berliner Kabelbrücke im Januar unterbrach die Stromversorgung für 45.000 Haushalte und ließ 100.000 Menschen in Dunkelheit und Kälte.
- Kaskadeneffekte führten zum Ausfall fast aller lokalen kritischen Infrastrukturen in Berlin mit massiven Auswirkungen.
- Kritische Infrastrukturen bilden ein Netz gegenseitiger Abhängigkeiten, in dem der Ausfall eines Elements andere beeinträchtigt.
Quelle: PROTECTOR (Portal für Sicherheit) (Deutsch)